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Die richtigen Waffen gegen Viren


Ein Hauptübertragungsweg liegt beim Einatmen virusbeladener Schleimtröpfchen oder aber durch Hautkontakt mit infizierten Personen. Wer in der Erkältungszeit aufs Händeschütteln verzichtet, mag zwar unhöflich erscheinen, hat aber eine große Chance, gesund zu bleiben. Auf der Haut bleiben Viren für ca. 2 Stunden ( und länger ) infektiös. Deshalb gilt: regelmäßiges Händewaschen mit Seife sowie unter Umständen Hände desinfizieren mit Hygienegel oder Lösung. Damit die Flimmerhärchen den Schleim abtransportieren können, in dem sich Schmutz und Krankheitserreger sammeln, ist es wichtig, die Nasenschleimhaut mit Pflegesprays z.B. aus der Apotheke feucht zu halten.

Richtiges Lüften unterstützt ein gesundes Raumklima: 3 x tgl. für 5 Minuten die Fenster weit öffnen und die Räume nicht überheizen, d. h. 20 – 22 C sind ideal.

Auch Vitamin C wird gerne eingesetzt. Es hat allerdings keinen signifikant vorbeugenden Effekt mit Ausnahme bei Personen, die körperlich schwer arbeiten, Extremsportlern oder Personen, die in kalten Regionen leben. Diese haben durch Vitamin-C-Einnahme eine Verbesserung um ca. 51%. Die Dauer der Erkrankung wird jedoch bei allen leicht positiv beeinflusst.

Zink vermag die Schwere und Dauer der Erkältung zu reduzieren, wenn es ab dem ersten Tag genommen wird. Die Tagesdosis liegt zwischen 7 und maximal 30 mg, wobei es von der Art des Zinks abhängt, wie gut der Körper es aufnehmen kann.

Echinacea ist heute umstritten. Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Ein vorbeugender Effekt konnte nicht belegt werden. Die Einnahme bestimmter Sonnenhutpräparate zu Beginn eines Infektes kann Dauer und Schwere begrenzen. Die Einnahmedauer sollte nicht länger als 2 Wochen am Stück sein.

Ein weiterer Pflanzenauszug ist in Umckaloabo. Im Labor kann nachgewiesen werden, dass die körpereigene Abwehr angekurbelt wird und die Funktion der Fresszellen verbessert wird. Aber: es besitzt trotzdem keine Zulassung als Immunstimulanz. Seine Einsatzgebiete sind Bronchialentzündung, Nasen- Nebenhöhlen und Mandelentzündung.
 
Homöopathische Arzneimittel können den Verlauf einer Erkältung ebenfalls positiv beeinflussen. Dabei kann es sein, dass im Laufe einer Erkrankung das oder die verwendeten Mittel entsprechend der Symptomatik wechseln sollten. Eine gesunde Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse, sowie ausreichend Schlaf helfen dem Körper, mit dem Infekt besser fertig zu werden.
 
Bei Fragen rund um Immunsystem und Erkältung werden Sie in Ihrer Apotheke umfassend von unserem Fachpersonal beraten.
 
Quellennachweis: Pharmazeutische Zeitung 156 Jg.2011